Das wirst du noch bereuen, das bleibt für immer so. Carlo67 möchte ich meine Website nennen. Und die Seitenleiste als Überblick soll auf der linken Seite sein. Mit einem hellgrünen Hintergrund. Natürlich auf der linken Seite, sagt mein Bruder. Ich telefoniere mit ihm in der 370 auf dem Weg vom Campus nach Hause. Und wie soll das Impressum lauten? Ich brauche eine Adresse. 22 Arcadia Street, Coogee. Schließlich wohne ich hier erstmal.
Ich dachte, ich mag surfen nicht. Es ist ein Sport, den man allein ausübt. Ich selbst muss entscheiden, welche Welle ich nehme. Was wenn die nächste Welle besser ist? Ich muss selbst Initiative ergreifen, denn ich mich nicht bewege, tut sich auch nichts. Ich selbst bin für die positiven Momente verantwortlich. Ich genieße es, einfach auf dem Board im Meer zu sitzen und den anderen Surfern zuzuschauen. Es ist ein neuer Sport für mich, ich glaube aber, was ich in den Wellen lerne, lässt sich auf das ganze Leben anwenden. Surfen ist ein Männer dominierter Sport, 81%.
Im Jahre 1974 haben die Psychologen Donald Dutton und Arthur Aron ein Experiment durchgeführt, um die Effekte von Fehlattribution von Erregung (misattribution of arousal) zu zeigen. Sie ließen 85 Männer entweder über die 70 Meter hohe und 136 Meter lange Capilano Suspension Bridge in Vancouver oder eine deutlich kleinere, niedrigere Brücke laufen. Am Ende erwartete sie eine attraktive Frau für eine Umfrage inklusive einer kreativen Schreibaufgabe und gab den Teilnehmern ihre Telefonnummer für Nachfragen. Die Männer, die die höhere Brücke überquert haben, haben sich mehr zu der Frau hingezogen gefühlt und sie auch nachher kontaktiert. Ein schneller Herzschlag kann Angst oder auch Attraktion signalisieren, da in beiden Fällen Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet wird und das Gehirn die Quelle nicht zuordnen kann. Vor ein paar Tagen sind Eva und ich zu der Sydney Harbour Bridge gegangen, und als wir sie erreicht haben, haben wir sie nicht überquert. Wir haben eine Metapher durchbrochen. Das war nicht der Plan, aber ich hatte zu sehr Angst. Ich war selbstbewusst. Ich behaupte gerne, ich hätte keine Ängste. Eva hat zwar Angst vor der Dunkelheit, das nimmt ihr jedoch nicht die Möglichkeit die Nordhälfte von Sydney zu Fuß zu erreichen. Wir waren schon eine Weile gelaufen, bis Eva meinte, da vorne sei schon die Hälfte geschafft. Das hat mir gereicht und wir sind einfach zurückgegangen. Die Brücke ist 1149 Meter lang. Danach waren wir genau am gleichen Punkt wie vorher. Es war aber später und ich fühlte mich erschöpft nach dem Adrenalinrausch. Ich finde, man sollte unterscheiden können und seinen Herzschlag richtig einordnen.
